Strickanleitung – Verdrehte Bänder ohne Hintergrund

Das Muster entsteht dadurch, dass die Maschen der Bänder mit den Maschen des restlichen Strickstücks partienweise zusammen abgestrickt werden und dann wieder jedes Band und jedes Seitenteil separat in Hin- und Rückreihen gearbeitet wird. Nachdem die Bänder miteinander verdreht worden sind, werden das rechte Seitenteil mit dem rechten Band und das linke Seitenteil mit dem linken Band verbunden, indem die Maschen über einige Reihen hinweg gemeinsam abgestrickt werden.

Die Bänder sollten jeweils über mindestens 4 Maschen gearbeitet werden. Es bieten sich besonders Strukturmuster an, wie sie auch für angestrickte Blenden gewählt werden, also kraus rechts oder Perlmuster. Je länger die separaten Bänder gearbeitet werden, desto weiter liegen später die offenen Bereiche auseinander und desto größer fallen die Ausschnitte aus. Das muss bei der Berechnung der Reihen- und Maschenzahl und der Konfektionierung unbedingt bedacht werden!

Verdrehte Bänder ohne Hintergrund stricken - Schritt eins.Verdrehte Bänder ohne Hintergrund stricken - Schritt zwei.Verdrehte Bänder ohne Hintergrund stricken - Schritt drei.Verdrehte Bänder ohne Hintergrund stricken - Endergebnis.

 

 

1. Mit der Maschenzahl für ein Seitenteil und ein Band beginnen und über so viele Hin- und Rückreihen arbeiten, wie für die Höhe benötigt werden, in der Band und Seitenteil verbunden werden sollen. Dabei mit einer Rückreihe enden.
Ohne die Maschen, aus denen das Band gearbeitet werden, also nur über die Maschen des rechten Seitenteils in Hin- und Rückreihen bis zu der Höhe arbeiten, in der Seitenteil und Band wieder verbunden werden sollen. Die letzte Masche dabei unabhängig vom Muster als Randmasche arbeiten.
Mit einer Rückreihe enden und den Faden nicht abschneiden, sondern lose hängen lassen. Mit einem weiteren Knäuel die restlichen Maschen für das Band des rechten Strickteils in Hin- und Rückreihen arbeiten. Das Band sollte mindestens über die gleiche Anzahl an Reihen gestrickt werden wie das Seitenteil. Die 1. und letzte Masche jeweils als Randmasche stricken.
Je mehr Reihen für jedes Band und je höher die Bänder im Vergleich zu ihren Seitenteilen gearbeitet werden, umso weiter rücken beide Seitenteile später voneinander ab und umso größer werden die offenen Ausschnitte. Mit einer Rückreihe enden, die Maschen stilllegen und den Faden abschneiden.

2. Das linke Strickteil gegengleich zum rechten Strickteil arbeiten.
Wenn die offene Kordel mittig im Gestrickten erscheinen soll, schlägt man genau so viele Maschen an wie zuvor für das rechte Strickteil, arbeitet in Hin- und Rückreihen über alle Maschen bis zur Höhe, in der die Maschen für Band und Seitenteil getrennt werden.
Für eine symmetrische Drehung über die Bandmaschen 1 Reihe weniger stricken als für das Band des linken Strickteils. Mit einer Hinreihe enden, die Maschen stilllegen und den Faden abschneiden.
Für das linke Seitenteil bis zur gleichen Höhe stricken wie für das rechte Seitenteil. Mit einer Rückreihe enden und die Maschen des Bandes dem Muster entsprechend stricken. Damit wird das linke Band bereits mit dem linken Seitenteil verbunden. Dabei gut darauf achten, die Maschen des Bandes so abzustricken, dass das Band beim Ansetzen an das Seitenteil nicht verdreht wird!

3. Über die Maschen des linken Seitenteils und des linken Bandes in Hin- und Rückreihen bis zu der Höhe stricken, in der sie erneut getrennt gearbeitet werden sollen. Die 1. Masche des Seitenteils und die letzte Masche des Bandes, die zuvor noch als Randmaschen gestrickt wurden, dem Muster gemäß abstricken. Mit einer Rückreihe enden.
Das rechte Band durch die Schlaufe des linken Bandes durchziehen. Über die Maschen des rechten Seitenteils und des rechten Bandes entsprechend viele Hin- und Rückreihen arbeiten und mit einer Rückreihe enden.

Hinweis: Immer in eine Richtung! In allen folgenden Reihen das rechte Band immer auf gleiche Weise um das linke Band herumlegen, da die Bänder ansonsten in die entgegengesetzte Richtung verdreht erscheinen!

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